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In dieser Rubrik
Turf-ABC

Altersgewichtsrennen
Altersgewichtsrennen sind entweder Zuchtrennen oder Aufgewichtsrennen. Das zu tragende Gewicht des Pferdes hängt vom Alter und/oder den bisherigen Gewinnen ab.

Amateurrennen
Amateurrennen sind Galopprennen, bei denen ausschliesslich Amateure als Reiter zugelassen sind.

Aufgalopp
Ruhiger Galopp auf dem Weg zum Start. Lockert die Muskeln und gibt den Zuschauern die Gelegenheit, einen letzten Eindruck zu gewinnen. Sollte man nicht auslassen, oft aussagekräftig.

Aufgewichtsrennen
Aufgewichtsrennen sind Rennen, bei denen das von einem Pferd zu tragende Gewicht abhängt vom Alter, Geschlecht und den Gewinnsummen des Pferdes.

Ausgleicher
Ausgleicher stufen das von einem Pferd zu tragende Gewicht nach den vorherigen Leistungen des Pferdes ein.

Ausgleichsrennen
Ausgleichsrennen sind Rennen, bei denen das von einem Pferd zu tragende Gewicht durch den Ausgleicher festgesetzt wird. Ausgleichsrennen können Flach- oder Hindernisrennen sein. In Flachrennen gibt es die Ausgleiche I für sehr gute, II für gute, III für durchschnittliche und IV für geringere Klasse. In Hindernisrennen gibt es die Ausgleiche G für gute, M für mittlere und U für untere Klasse.

Außenseiter
Pferde, die nach der Meinung der Experten wenig Chancen haben. Aber die Mehrheit behält nicht immer recht, deshalb sind bei Außenseitersiegen die Quoten hoch. Außerdem: Trifft man einen Außenseiter, ist das Glücksgefühl besonders ausgeprägt.

Berufsrennreiter
Berufsrennreiter sind Rennreiter, die eine dreijährige Lehrzeit als Pferdewirt erfolgreich abgeschlossen haben. Dies gilt analog für Rennreiterinnen.

Buchmacher
Private Wettunternehmer, behördlich konzessioniert. Seit 1989 kann bei vielen Buchmachern auch zu Rennbahnbedingungen gewettet werden.

Champion
Der nach Siegzahl in seiner Sparte führende Aktive der Saison (Jockey oder Amateurrennreiter/in). Bei Trainern gilt seit 2003 die im Inland errrungene Gewinnsumme der von dem Trainer trainierten Pferde.

Direktorium für Vollblutzucht und Rennen
Aufsichts- und Dachorganisation für den Galopprennsport in Deutschland. Sitz: Rennbahnstraße 154, 50737 Köln (Weidenpesch).

Dreierwette
Mehr als die Hälfte des gesamten Wettumsatzes in Deutschland kommt in der Dreierwette zustande. Für die richtige Vorhersage kann es sogar sechsstellige Auszahlungsbeträge geben.

Elektronentoto
So nennt man die Einrichtung, mit der das Wettgeschäft abgewickelt wird.

Erlaubnis
Vor allem die Lehrlinge unter den Reitern bekommen gegenüber erfahreneren Kollegen "Erlaubnis". Sie müssen in den Rennen dann weniger Gewichte mitschleppen - von 1 bis 5 Kilogramm, je nach Anzahl der Siege.

Farbe (Rennfarbe)
Der Rennpferdebesitzer hat seine eigene Rennfarbe. Die Rennfarben bestimmen die Besitzer selbst, allerdings nach Vorschriften des Verbandes.

Fegentri
Die Fegentri ist eine Vereinigung europäischer Amateurrennreiterverbände (Federation Internationale des Gentlemen-Riders). In Amateurrennen, die als Fegentri-Rennen gelaufen werden, müssen mindestens Reiter aus 3 verschiedenen Nationen teilnehmen, um für das Europa-Championat gewertet zu werden.

Fehlstart
Wird der Start durch einen Zwischenfall beeinträchtigt, kann der Starter die Jockeys zurückbeordern. Hierzu bedient er sich einer Sirene, einer am Geläuf aufgestellten Blinkleuchte und der Flagge des Rückrufers - der auf dem Geläuf postiert ist.

Flachrennen
Flachrennen werden in Deutschland von 1000 m (Fliegerrennen) bis 3400 m (Steherrennen) gelaufen. Was bei den Leichtathleten Sprinter, Mittelstreckler oder Langläufer sind, heißt bei den Galoppern Flieger, Meiler, Steher.

Formen
Als "Form" wird im Galopprennsport nicht nur die Tagesverfassung bezeichnet. Auch die vorherigen Leistungen werden so genannt.

Führring
Einer der wichtigsten Orte einer Rennbahn. Man erlebt alles hautnah: das Satteln der Pferde, die Jockeys, Trainer und Besitzer. Die Pferde werden dem Publikum im Schritt vorgeführt. Man kann alles beobachten: Schwitzt "mein" Pferd? Glänzt das Haar? Sind die Ohren gespitzt? Zuhören macht Spaß, aber die eigene Meinung sollte man immer auch beim Wetten behalten.

Geläufzustand
Sehr wichtig, viele Pferde benötigen zur besten Leistung einen ganz bestimmten Zustand des Geläufs. Manche brauchen festen Boden (also abgetrocknet), andere kommen mit weichem oder schwerem Boden besser zurecht. Solche Pferde werden auch als "Sumpfhühner" bezeichnet - Zockersprache. Vor jedem Renntag wird der Zustand des Geläufs mit einem Bodenprüfgerät (Penetrometer) gemessen, die Skala reicht von null bis zehn.

Generalausgleich (GAG)
Der Generalausgleich ist der Maßstab der Jahresleistung eines Pferdes. Dieses theoretische Gewicht wird am Ende eines Rennjahres von den Ausgleichern errechnet. Ziel der Errechnung ist es, durch unterschiedliche Gewichte allen Pferden in einem Rennen theoretisch gleiche Chancen zu geben.

Gewichte
Nur in wenigen Rennen (u. a. dem Derby) starten alle Pferde unter demselben Reitergewicht (einschließlich Kleidung und Sattel). Um es spannender zu machen, wurde ein System geschaffen, Chancengleichheit herzustellen ( ~ Ausgleich, Handicap). Die Einhaltung des zu tragenden Gewichts wird vor und nach den Rennen kontrolliert, die Jockeys werden mit ihrer Ausrüstung gewogen.

Gewichtserlaubnis
Gewichtserlaubnis bedeutet eine Verringerung des ursprünglich von einem Pferd zu tragenden Gewichts. Eine Erlaubnis gilt für jeden Reiter, der im Inland gelernt hat und noch keine 50 Siege errungen hat. Je nach Anzahl der Siege der Reiter staffelt sie sich zwischen 5 kg und 1 kg. Diese Erlaubnis ist im Rennprogramm angegeben. Eine Erlaubnis von 2 kg gilt für Stuten in Altersgewichtsrennen.

Gewinnindex
Die durchschnittliche Gewinnsumme der Starter eines Hengstes werden mit der durchschnittlichen Gewinnsumme aller Pferde im Rennjahr verglichen. Ein Wert > 1 ist ein überdurchschnittliches Ergebnis.

Gruppen-Rennen
Gruppen-Rennen sind Rennen, deren Klassifizierung international abgestimmt bzw. festgelegt worden ist. Je nach ihrer Bedeutung handelt es sich um ein Gruppe-I, II- oder III-Rennen. Gruppen-Rennen oder Grade-Rennen gibt es weltweit, in Europa werden sie in Deutschland, England, Frankreich, Irland, Italien und Skandinavien durchgeführt. Die Einstufung Gruppen-Rennen wurde geschaffen, um bedeutenden Zuchtprüfungen einen international vergleichbaren Maßstab zu geben. Im Internet sind auf der Seite www.horseracingintfed.com alle weltweit wichtigen Gruppen-Rennen über den Zugang International Races zu finden.

Hindernisrennen
Hindernisrennen sind Galopprennen, die als Jagdrennen oder als Hürdenrennen gelaufen werden.

Hürdenrennen
Hürdenrennen sind Galopprennen über Reisighürden, die in der Regel auf der Flachbahn aufgestellt werden.

Jagdrennen
Jagdrennen sind Galopprennen über feste Hindernisse wie Gräben, Wälle, Mauern. Sie werden auch als Steeplechases bezeichnet.

Jockey
Bezeichnung für einen Berufsrennreiter, der mindestens 50 Siege errungen hat.

Kapuze
Wird Pferden übergestreift, die "sehenden Auges" ungern in die Startbox gehen. Wenn die Boxen aufgehen, reißen die Jockeys die Kapuzen blitzschnell herunter.

Klassische Rennen
Klassische Rennen sind Zuchtrennen für dreijährige Pferde. Es gibt die folgenden fünf klassischen Rennen: Mehl Mülhens-Rennen-2000 Guineas, Deutsches Derby und Deutsches St.Leger für Hengst und Stuten - Henkel-Rennen-1000 Guineas und Preis der Diana für Stuten.

Linkskurs
Auf den meisten deutschen Galopprennbahnen geht es rechtsherum. Ausnahmen: Iffezheim, Frankfurt, Hannover, München-Riem.

Parade
Vor großen Rennen paradieren die Pferde vor der Tribüne.

Pedigree
Stammbaum eines Vollblutpferdes. Die Abstammung kann lückenlos bis auf die Stammväter und Mütter verfolgt werden.

Rennleitung
Dreiköpfiges Gremium - das Schiedsrichterteam auf den Galopprennbahnen. Überprüft die korrekte Abwicklung, kann Strafen verhängen - auch Disqualifikationen. Die Rennleitung beobachtet zunächst vom Richterturm am Geläuf, überprüft dann mit Hilfe des Rennfilms.

Rennordnung
Das Regelbuch des Turfs, sehr ausgefeilt, über 400 Seiten.

Rennpreise
Werden den Besitzern der Pferde ausgezahlt, meist für die vier Erstplazierten. Der Besitzer des Siegers kassiert stets etwa 80 Prozent des Gesamtpreises.

Rennverein
Der Veranstalter der Rennen und Hausherr auf der jeweiligen Rennbahn. Der Rennverein betreibt auch den Totalisator/Wettbetrieb.

Richterspruch
Er wird vom Zielrichter festgelegt und enthält die Reihenfolge der Pferde im Ziel sowie die Abstände.

Scheuklappen
Sie sorgen dafür, daß das Pferd nur nach vorn blickt. Bei ängstlichen oder unsicheren Pferden ist dies eine Hilfe. Auch bei Pferden, die sich leicht ablenken lassen.

Sport-Welt
Die älteste Sportpublikation Deutschlands. Mehrmals pro Woche erscheinende Galoppsportzeitung, die u. a. Starterlisten für alle Rennen und anschließend Rennberichte enthält. Standardlektüre von Züchtern, Besitzern, Trainern, Reitern und Wettern.

Telewette
Dieser Name steht gleichzeitig für zwei Dinge: Zum einen für die telefonische Wettannahmestelle des deutschen Galopprennsports, die 1992 gegründete Telewette GmbH, bei der Sie telefonisch (oder per Fax) zu denselben Konditionen wetten können wie auf der Rennbahn.

Totalisator
Das ist im Grunde die Institution des Wettgeschäfts auf der Rennbahn. Dabei wettet nicht der einzelne Besucher gegen den Rennverein, sondern alle Wetter wetten gegeneinander. In jedem Rennen kommen die Einsätze der einzelnen Wettarten in einen Topf, und nach Abzug der Steuern (ca. 25 Prozent) erfolgt die Auszahlung an die Gewinner.

Totes Rennen
Wenn zwei (oder auch mehr) Pferde exakt auf gleicher Höhe durchs Ziel gehen, dann teilen sich diese Pferde den Sieg oder Platz. Und die Wetten werden ebenfalls an die Wetter beider Pferde ausgezahlt, allerdings (logischerweise) mit halbierter Quote.

Trainer
Die meisten Pferde werden von Profitrainern auf ihre Rennen vorbereitet.

Uniturf
Die größte, offizielle und aktuellste Rennsportdatenbank in Deutschland. Diese wird vom Direktorium gepflegt und steht der Öffentlichkeit für Recherchen zur Verfügung.

Zielfoto
Hilfsmittel für den Zielrichter. Ein vergrößerter Abzug wird auf den Zuschauerplätzen ausgehängt.

Zuchtrennen
Zuchtrennen sind Flachrennen, in denen nur Hengste und Stuten eines Jahrgangs miteinander laufen. Abgesehen von der Stutenerlaubnis (2 kg) tragen alle Pferde das gleiche Gewicht.

horses.de/Internetwetten
Unter der Adresse www.horses.de können Sie ein Wettkonto einrichten und wetten wie auf der Rennbahn oder bei der Telewette. - Eine äußerst komfortable und gute Form zu wetten.

Überprüfung
Es kommt recht oft vor, daß die Rennleitung unmittelbar nach dem Rennen per Lautsprecher und Sirene eine "Überprüfung" ankündigt. Das ist noch kein ~ Protest. Eben nur eine Überprüfung, ob es zu einem Protest kommt.